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Tagtäglich gibts neue Produkte aus
der Traumfabrik. Aber als Freund des Programmkinos bin ich doch oft
weit weg von Hollywood und nahe dran am französischen oder
britischen Film. Natürlich hat der deutsche Film verdammt viele
Guckschätze zu bieten. Ganz besonders verblitze ich mir bei den
Spaniern die Augen. Und skandinavische Filme haben ebenfalls eine
ganz eigene Atmosphäre. Allerdings mag ich den Spruch nicht : "Den
mußt Du gesehen haben!" Hätte ich alles gesehen, was 'man' gesehen
haben 'müßte', hätte ich gar nicht gelesen, was 'man' gelesen haben
'müßte'. Und so weiter. Und das wirkliche Leben gibt es ja auch
noch.
Also freue ich mich, wenn ich diesen
oder jenen Film kenne, aber es ärgert mich nicht, wenn ich einen
großen Teil guter Filme 'verpaßt' habe. Außerdem gibts am Ende ja
alles auf DVD. Obwohl wahrscheinlich gilt: „Man geht nicht bloß ins
Kino, um sich Filme anzusehen. Man geht vielmehr ins Kino, um mit
zweihundert Menschen zu lachen und zu weinen.“ Das sagt jedenfalls
John Naisbitt, der es wissen muß, obwohl ich ihn nicht kenne.
Für mich ist Film übrigens nicht
unbedingt ein intellektuelles Vergnügen. Nichts gegen intelligente
Filme. Aber ich sehe doch immer die Geschichte, die mir die bewegten
Bilder erzählen. Geht sie mir nahe, dann ist für mich ein Film ein
guter Film. Langweile ich mich, vergesse ich das Leinwandgeschehen
so schnell, wie ich den Sinn von Sinus- und Cosinusfunktion
vergessen habe.
Was bleibt sind ein paar
unvergeßliche Streifen, wie die Klassiker auf dieser Seite und die
Film-Highlights auf den nächsten Seiten. Und so weit wie Hitchcock,
der meint: "Ich
muss Ihnen gestehen, die
Liebe zum
Kino ist mir wichtiger als
jede Moral", gehe ich natürlich nicht. Trotzallem: viel Spaß beim
Schauen.



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